Immobilienfinanzierung

Der Traum vom Eigenheim ist für viele Menschen eines der wichtigsten Lebensziele. Doch auf dem Weg dorthin stellen sich zahlreiche Fragen. Wie viel Immobilie kann ich mir leisten? Welche Finanzierung passt zu meiner Lebenssituation? Und wie navigiere ich durch Fachbegriffe, Fördermöglichkeiten und die Vielzahl an Angeboten?
Eine durchdachte Immobilienfinanzierung ist mehr als nur ein Kreditvertrag, denn sie bildet die Grundlage für finanzielle Sicherheit und echte Unabhängigkeit. Wer hier strategisch plant und die wichtigsten Stellschrauben kennt, kann langfristig profitieren, Risiken vermeiden und sich das Fundament für die eigene Altersvorsorge schaffen.
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Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Planen Sie Ihre Finanzierung frühzeitig und berücksichtigen Sie sämtliche Kosten rund um den Immobilienkauf.
  • Prüfen Sie verschiedene Finanzierungsangebote und nutzen Sie aktuelle Fördermöglichkeiten.
  • Kalkulieren Sie Ihr Eigenkapital und die laufenden Belastungen realistisch, so vermeiden Sie böse Überraschungen.
  • Achten Sie auf flexible Vertragsbestandteile, um auf Veränderungen im Leben reagieren zu können.
  • Es lohnt sich, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um wirklich alle Möglichkeiten zu nutzen. Wir helfen Ihnen gerne weiter und freuen uns auf Ihre Anfrage.

Warum die richtige Immobilienfinanzierung entscheidend ist

Der Weg in die eigenen vier Wände beginnt immer mit einer wichtigen Entscheidung: Wie finanziere ich mein Vorhaben so, dass es nicht zur Belastung wird, sondern langfristig Sicherheit und Flexibilität bietet? Wer die Grundlagen kennt und die richtigen Weichen stellt, kann nicht nur Zinsen sparen, sondern auch zukünftige Risiken deutlich reduzieren. Eine kluge Finanzierungsstrategie sorgt dafür, dass Sie Ihren Lebensstandard erhalten, unvorhergesehene Ausgaben auffangen und sich schon heute auf die Zukunft freuen können.

Was eine gute Finanzierung für Sie bedeutet

Eine solide Immobilienfinanzierung verschafft Ihnen finanzielle Planungssicherheit. Sie profitieren von festen Monatsraten, die genug Spielraum für Urlaube oder größere Anschaffungen lassen. Gleichzeitig bleibt genug Flexibilität, um auf Veränderungen wie Familienzuwachs oder Jobwechsel zu reagieren, ganz ohne finanziellen Stress.

Altersvorsorge und Vermögensaufbau durch Eigentum

Die eigene Immobilie ist mehr als nur ein Zuhause. Sie stellt einen wertbeständigen Baustein Ihrer Altersvorsorge dar und trägt langfristig zu Ihrem Vermögensaufbau bei. Im Ruhestand fallen keine Mietkosten mehr an, und das Eigenheim kann als Sicherheit, Erbe oder Anlage genutzt werden.

Die wichtigsten Bausteine Ihrer Immobilienfinanzierung

Eine erfolgreiche Immobilienfinanzierung besteht aus mehreren zentralen Komponenten, die optimal zusammenwirken müssen. Wer diese Bausteine versteht und klug einsetzt, schafft sich nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern kann auch bares Geld sparen.

Beleihungswert: Wie viel finanziert die Bank wirklich?

Der Beleihungswert gibt an, welchen Betrag die Bank als Sicherheit im Falle einer Zahlungsunfähigkeit heranzieht. In der Regel liegt dieser Wert bei etwa 80 bis 85 Prozent des ermittelten Immobilienwerts, abhängig von Faktoren wie Lage, Zustand und Nutzung des Objekts. Meist ist der Beleihungswert niedriger als der tatsächliche Kaufpreis oder Verkehrswert der Immobilie. Alles, was darüber hinausgeht, müssen Käufer mit Eigenkapital selbst aufbringen.

Ein Beispiel:
Kostet Ihr Wunschhaus 450.000 Euro und die Bank setzt den Beleihungswert auf 360.000 Euro fest, müssen Sie die verbleibenden 90.000 Euro sowie sämtliche Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlen.

Bonität und Eigenkapital

Ihre Bonität entscheidet darüber, wie kreditwürdig Sie für die Bank sind. Grundlage dafür sind Ihr Einkommen, laufende Verpflichtungen und vorhandenes Vermögen. Ein weiterer zentraler Faktor ist das Eigenkapital. Banken erwarten meist 20 bis 25 Prozent des Kaufpreises. Hinzu kommt oft ein unterschätzter Betrag von zusätzlichen 10 bis 15 Prozent an Notarkosten, Grunderwerbsteuer und der Maklerprovision. Wer mehr Eigenkapital einbringt, profitiert oft von besseren Konditionen und niedrigeren Kreditraten.

Zinsbindung, Laufzeit und Tilgung

Die Zinsbindung legt fest, wie lange Ihr vereinbarter Zinssatz unverändert bleibt. In Phasen niedriger Zinsen empfiehlt sich oft eine längere Zinsbindung (z. B. über 15 Jahre), um sich günstige Konditionen langfristig zu sichern. Bei hohem Zinsniveau kann eine kürzere Bindung mehr Flexibilität verschaffen.
Auch die Höhe der Tilgung spielt eine wichtige Rolle. Sie sollten eine jährliche Tilgungsrate von mindestens 2,5 Prozent des Darlehens anstreben. Prinzipiell sorgt eine höhere Tilgungsrate dafür, dass Sie schneller schuldenfrei sind und weniger Zinsen zahlen, während eine zu niedrige Tilgung die Laufzeit verlängert und das Darlehen insgesamt verteuert.

Flexibilität in der Finanzierung: Sondertilgungen, Anpassungen und Möglichkeiten

Im Leben läuft nicht immer alles nach Plan. Deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl des Kreditangebots auf flexible Bedingungen zu achten. Viele Banken bieten kostenfreie Sondertilgungen an, mit denen Sie jährlich einen festgelegten Betrag zusätzlich zurückzahlen und so Ihre Restschuld reduzieren können. Ebenso praktisch ist die Möglichkeit, die Tilgungshöhe während der Laufzeit anzupassen, falls sich Ihr Einkommen verändert. Auch temporäre Aussetzungen der Raten sind in besonderen Situationen möglich, zum Beispiel bei Elternzeit oder vorübergehender Arbeitslosigkeit.

Typische Stolperfallen und wie Sie diese vermeiden

Unerfahrene Käufer unterschätzen oft Risiken, kalkulieren zu knapp oder lassen wichtige Details außer Acht. Wer typische Stolperfallen kennt und diese frühzeitig umgeht, schützt sich vor finanziellen Engpässen und langfristigen Problemen.

Eigenleistungen realistisch einschätzen

Viele möchten durch Eigenleistungen, beispielsweise beim Renovieren oder Ausbau, den Eigenkapitalbedarf senken. Doch wer handwerkliche Aufgaben überschätzt oder den Aufwand zu optimistisch kalkuliert, riskiert Verzögerungen, Mehrkosten oder sogar Qualitätsmängel. Klären Sie frühzeitig, welche Arbeiten Sie selbst übernehmen können, und kalkulieren Sie realistisch Zeit und Materialkosten ein.
Beachten Sie auch, dass Eigenleistungen nicht immer in vollem Umfang von der Bank als Eigenkapital anerkannt werden. Für aufwendige Arbeiten oder spezielle Gewerke empfiehlt es sich, Fachbetriebe einzubeziehen, um teure Nachbesserungen zu vermeiden.

Immobilienfinanzierung im höheren Alter oder als Selbstständiger

Für ältere Käufer oder Selbstständige gelten oft strengere Bedingungen. Banken prüfen besonders genau, ob das Darlehen auch bei Eintritt in den Ruhestand noch tragbar ist. Wer kurz vor der Rente steht, sollte nachweisen können, wie die Kreditrate im Alter finanziert wird. Bei Selbstständigen erwarten Banken lückenlose Nachweise über die Geschäftsentwicklung – meist die Bilanzen oder betriebswirtschaftlichen Auswertungen der letzten Jahre.
Ein stabiles Einkommen sowie ausreichend hohe Rücklagen erhöhen die Chancen auf eine Zusage und bessere Konditionen. Gerade in diesen Fällen ist eine detaillierte Beratung und Vorbereitung entscheidend.

Bürgschaften und Schenkungen als Finanzierungshilfe

Eltern oder Großeltern können als Bürgen oder durch Schenkungen eine Finanzierung erleichtern. Doch Vorsicht, denn eine Bürgschaft ist mit rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen verbunden. Der Bürge haftet im Zweifel mit seinem gesamten Vermögen, falls der Kreditnehmer nicht zahlen kann. Schenkungen können die eigenen Mittel erhöhen und sind oft die sinnvollere Unterstützung. Klären Sie rechtzeitig, welche Möglichkeiten es gibt und lassen Sie sich gegebenenfalls steuerlich beraten, da für größere Beträge Schenkungssteuern anfallen können.

Den richtigen Preis erkennen – Wie Banken den Immobilienwert beurteilen

Die Frage nach dem tatsächlichen Wert einer Immobilie ist nicht nur für den Kaufpreis entscheidend, sondern spielt auch bei der Finanzierung eine zentrale Rolle. Banken sichern sich ab und bewerten jede Immobilie nach klaren Kriterien, bevor sie einen Kredit gewähren. Wer diese Prozesse versteht, kann realistische Preisvorstellungen entwickeln und vermeiden, zu viel zu zahlen oder Lücken in der Finanzierung zu riskieren.

Verkehrswert versus Kaufpreis

Nicht jeder ausgehandelte Kaufpreis spiegelt den Wert wider, den die Bank als Grundlage für die Finanzierung nimmt. Entscheidend ist der sogenannte Verkehrswert, der durch einen Gutachter oder einen erfahrenen Immobilienmakler ermittelt wird. In diese Bewertung fließen Faktoren wie Lage, Zustand, Ausstattung, Baujahr und aktuelle Marktentwicklung ein. Liegt der Kaufpreis, etwa durch Bietergefechte, über dem Verkehrswert, finanziert die Bank in der Regel nur bis zur Höhe des festgestellten Werts. Die Differenz sowie alle Kaufnebenkosten müssen Sie aus eigener Tasche zahlen.

Warum eine Finanzierungsbestätigung so wichtig ist

Mit einer Finanzierungsbestätigung, auch Finanzierungszusage genannt, signalisieren Sie dem Verkäufer und Makler, dass Ihre Zahlungsfähigkeit geprüft und gesichert ist. Dafür prüft die Bank Ihre Bonität, das vorhandene Eigenkapital sowie alle relevanten Unterlagen zum Objekt. Besonders bei begehrten Immobilien verschaffen Sie sich damit einen echten Vorsprung gegenüber anderen Interessenten. Außerdem wissen Sie genau, bis zu welchem Betrag Sie sicher finanzieren können, was Zeit spart und Enttäuschungen bei der Suche vermeidet.

Fördermittel und Zuschüsse clever nutzen

Beim Kauf oder Bau einer Immobilie stehen Ihnen zahlreiche Fördermöglichkeiten offen, die Ihr Finanzierungskonzept deutlich entlasten können. Staatliche Programme, regionale Zuschüsse und spezielle Förderkredite bieten finanzielle Vorteile, die häufig nicht ausgeschöpft werden.

Überblick über staatliche Förderungen

Die KfW-Bank bietet eine Vielzahl an Förderkrediten und Zuschüssen für den Kauf oder die energetische Sanierung von Immobilien. Besonders beliebt sind Programme mit zinsgünstigen Darlehen und tilgungsfreien Anlaufjahren, die Ihnen den Start erleichtern.
Daneben unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gezielt Investitionen in erneuerbare Energien, wie zum Beispiel für Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen.
Auch die Bundesländer und viele Städte vergeben eigene Fördermittel, die sich oft an Familien oder Haushalte mit Kindern richten. Die Voraussetzungen und Fördersummen variieren je nach Region. Es lohnt sich, die entsprechenden Portale und Beratungsstellen zu nutzen, um keine Möglichkeit zu verpassen.

Wohn-Riester, Familienförderung und energetische Sanierung

Mit einem sogenannten Wohn-Riester-Vertrag können angesparte Beträge aus der staatlich geförderten Altersvorsorge direkt in den Immobilienkauf oder in Modernisierungsmaßnahmen fließen. Gerade für junge Familien ist dies eine attraktive Ergänzung zum klassischen Darlehen, da auch Zuschüsse und Steuervorteile genutzt werden können.
Energetische Sanierungen werden durch Zuschüsse oder durch zinsgünstige Kredite besonders großzügig gefördert. Wer beispielsweise eine alte Heizung gegen eine moderne und effizientere Lösung tauscht, profitiert nicht nur langfristig von geringeren Energiekosten, sondern kann sich einen Teil der Investition direkt fördern lassen.

So stellen Sie Förderanträge richtig

Förderanträge müssen in der Regel vor Beginn der Bau- oder Kaufmaßnahme gestellt werden. Nachträgliche Anträge werden meist abgelehnt. Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss beraten, welche Programme für Ihr Vorhaben infrage kommen und welche Unterlagen benötigt werden. Viele Banken und unabhängige Finanzierungsberater helfen Ihnen dabei, passende Fördermittel zu finden und den Antrag korrekt auszufüllen.

Optionen zur Anschlussfinanzierung und Umschuldung nach der ersten Zinsbindung

Die erste Zinsbindung ist oft nach 15 Jahren vorbei, doch selten ist dann das gesamte Darlehen bereits abbezahlt. Spätestens jetzt müssen sich Immobilienbesitzer mit der sogenannten Anschlussfinanzierung beschäftigen. Wer rechtzeitig verschiedene Möglichkeiten prüft und vergleicht, kann seine Restschuld günstig weiterfinanzieren oder auf veränderte Lebensumstände flexibel reagieren.

Bankwechsel oder Verlängerung?

Nach Ablauf der Zinsbindung steht es Ihnen grundsätzlich frei, bei Ihrer bisherigen Bank zu bleiben oder ein neues Angebot bei einem anderen Kreditinstitut einzuholen. Oft lohnt sich ein Wechsel, da andere Banken bessere Zinssätze oder flexiblere Bedingungen bieten. Prüfen Sie jedoch die anfallenden Gebühren, beispielsweise für die Grundbuchumschreibung, und stellen Sie sicher, dass die Vorteile eines Wechsels überwiegen. Wer gut vergleicht, kann über die restliche Kreditlaufzeit hinweg häufig viel Geld sparen.

Forward-Darlehen

Mit einem Forward-Darlehen können Sie sich schon mehrere Jahre vor Ablauf Ihrer aktuellen Zinsbindung die aktuell günstigen Zinsen für die nächste Finanzierungsphase sichern. Das ist besonders attraktiv, wenn steigende Zinsen zu erwarten sind. Sie vereinbaren den neuen Zinssatz heute, das Darlehen wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt. Beachten Sie dabei die sogenannten Forward-Aufschläge, die Banken für diese Zinsabsicherung verlangen.

Sondertilgungen und Gebühren beim Wechsel beachten

Bei einer Anschlussfinanzierung lohnt es sich ebenfalls, auf flexible Sondertilgungsoptionen zu achten, denn wer außerplanmäßig Geld zur Verfügung hat, kann damit die Restschuld schneller reduzieren und Zinskosten sparen. Klären Sie vor Abschluss der neuen Finanzierung, ob und in welchem Umfang Sondertilgungen möglich sind und ob dafür Gebühren anfallen. Eine transparente Aufstellung aller Nebenkosten hilft beim Wechsel zu einer andern Bank, unangenehme Überraschungen zu vermeiden und die richtige Entscheidung zu treffen.

Immobilienfinanzierung für Kapitalanleger

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, steht vor anderen Herausforderungen und Chancen als Eigennutzer. Steuerliche Vorteile, spezielle Finanzierungsmodelle und die Entwicklung des Immobilienwerts spielen eine wichtige Rolle. Für Kapitalanleger lohnt es sich, die Finanzierung strategisch zu planen, um das Investment optimal zu nutzen und langfristig Rendite zu erzielen.

Unterschiede zur Eigennutzung

Bei vermieteten Immobilien können Zinsen und laufende Kosten steuerlich geltend gemacht werden, was die Steuerlast senkt und die Gesamtrendite verbessert. Zudem gibt es spezielle Modelle wie das Annuitätendarlehen mit niedriger Anfangstilgung, sodass die Immobilie zunächst kostengünstig finanziert werden kann. Banken verlangen meist weniger Eigenkapital als bei der Eigennutzung, achten aber auf ein tragfähiges Mietkonzept und solide Einnahmen aus der Vermietung.

Immobilienleiter und Strategie

Viele Kapitalanleger setzen auf eine sogenannte Immobilienleiter, das heißt, sie beginnen mit einer kleinen Wohnung, vermieten diese und reinvestieren nach einigen Jahren den Gewinn aus dem Verkauf in größere Objekte. Nach Ablauf der Spekulationsfrist von zehn Jahren kann der Gewinn steuerfrei vereinnahmt werden. Diese Strategie erfordert Planung und Marktkenntnis, bietet aber die Möglichkeit, Vermögen schrittweise und risikoarm zu steigern.

Zwischenfinanzierungen und deren Risiken

Bei Kapitalanlagen kann es Situationen geben, in denen die bisherige Immobilie noch nicht verkauft ist, während das nächste Objekt schon finanziert werden muss. In solchen Fällen bietet sich eine Zwischenfinanzierung an, also eine kurzfristige Überbrückung, bis der Verkaufserlös verfügbar ist. Allerdings sind die Zinsen oft höher und die Laufzeiten kürzer. Es ist daher ratsam, Zwischenfinanzierungen möglichst knapp zu kalkulieren und frühzeitig Alternativen zu prüfen.

So bereiten Sie sich optimal auf Ihr Finanzierungsgespräch vor

Eine sorgfältige Vorbereitung auf das Finanzierungsgespräch erhöht Ihre Chancen auf ein attraktives Angebot und zeigt der Bank, dass Sie Ihr Vorhaben durchdacht angehen. Wer die wichtigsten Unterlagen griffbereit hat, die eigenen Zahlen kennt und gezielte Fragen stellen kann, bekommt meist bessere Konditionen und hat bei der Auswahl der Finanzierungspartner die Nase vorn.

Diese Unterlagen benötigen Sie

  • Einkommensnachweise (z. B. Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate)
  • Aktuelle Kontoauszüge
  • Nachweise über vorhandenes Eigenkapital
  • Nachweise zu bestehenden Krediten oder Verbindlichkeiten
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Objektunterlagen wie Grundriss, Lageplan, Energieausweis und Exposé
  • Bei Selbstständigen: aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen, Steuerbescheide und ggf. Bilanzen

Markt sondieren, Online-Rechner nutzen, Familienunterstützung prüfen

Vor dem Gespräch lohnt es sich, aktuelle Angebote zu vergleichen und Online-Rechner zu nutzen, um einen realistischen Finanzierungsrahmen zu ermitteln. So wissen Sie, welche Konditionen am Markt üblich sind und können selbstbewusst verhandeln. Klären Sie zudem frühzeitig, ob es in Ihrem familiären Umfeld Unterstützung durch Schenkungen oder Bürgschaften gibt. Auch das kann die Finanzierung erleichtern und die Bedingungen verbessern.

So sprechen Sie auf Augenhöhe mit Ihrer Bank

Informieren und verstehen Sie die wichtigsten Fachbegriffe rund um Kredit, Zinsbindung, Tilgung und Sondertilgungen. So zeigen Sie im Gespräch Kompetenz und können auf Augenhöhe mit der Bank verhandeln. Scheuen Sie sich nicht, gezielt nach flexiblen Vertragsbestandteilen zu fragen oder Sondertilgungen und Tilgungsanpassungen zu thematisieren. Wer Alternativangebote vorweisen kann, signalisiert Verhandlungsspielraum und erhöht die eigenen Chancen auf ein gutes Angebot.

Wann lohnt sich professionelle Beratung?

Besonders bei komplexen Vorhaben, wechselnden Einkommensverhältnissen oder Unsicherheiten zu Fördermitteln ist ein unabhängiger Experte oft der beste Ansprechpartner. Er kennt die aktuellen Marktbedingungen, kann individuelle Angebote einholen und unterstützt Sie dabei, Fehler zu vermeiden. Gerade beim ersten Immobilienkauf oder bei größeren Investitionen profitieren Sie von der Erfahrung und dem Know-how eines Spezialisten.

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Immobilie finanzieren: So klappt es mit dem Kredit.

Häufig gestellte Fragen zur Immobilienfinanzierung

Ein guter Zeitpunkt ist dann, wenn Ihre finanzielle Situation stabil ist, ausreichend Eigenkapital vorhanden ist und Sie Klarheit über Ihre Lebensplanung haben. Auch das aktuelle Zinsniveau spielt eine Rolle. Sind die Zinsen niedrig, sichern Sie sich langfristig günstige Konditionen. Warten Sie jedoch nicht ausschließlich auf den „perfekten“ Moment, sondern planen Sie realistisch nach Ihren Möglichkeiten.

Zu den wichtigsten Unterlagen zählen Einkommensnachweise (z. B. Gehaltsabrechnungen der letzten Monate), Kontoauszüge, Nachweise zum Eigenkapital, eine SCHUFA-Auskunft sowie die wichtigsten Objektunterlagen: Exposé, Grundbuchauszug, Energieausweis und gegebenenfalls Baupläne. Bei Selbstständigen werden zusätzlich aktuelle Steuerbescheide, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Bilanzen verlangt.

In Ausnahmefällen finanzieren Banken den kompletten Kaufpreis sowie die Nebenkosten – das nennt sich Vollfinanzierung. Das setzt allerdings eine ausgezeichnete Bonität, ein hohes und sicheres Einkommen sowie einen langfristig stabilen Job voraus. Bedenken Sie: Die monatlichen Raten und Zinsen sind bei einer Finanzierung ohne Eigenkapital meist deutlich höher, und nicht jede Bank bietet diese Möglichkeit an.

Eigenkapital lässt sich zum Beispiel durch das Auflösen von Sparverträgen, Tages- oder Festgeldkonten, Wertpapierdepots oder durch private Unterstützungen (Schenkungen, zinslose Darlehen von Familie) mobilisieren. Auch der Verkauf von nicht benötigten Vermögenswerten – etwa eines Zweitwagens – kann das Eigenkapital erhöhen. Eine gründliche Haushaltsrechnung zeigt zudem, wo Sparpotenzial besteht.

Eine anfängliche Tilgungsrate von mindestens 2,5 Prozent pro Jahr gilt heute als sinnvoller Standard. Wer es sich leisten kann, sollte eine höhere Tilgung wählen. So sind Sie schneller schuldenfrei und zahlen insgesamt weniger Zinsen. Achten Sie darauf, dass die monatliche Rate weiterhin zu Ihrer Lebenssituation passt und ausreichend finanzieller Spielraum bleibt.

Die monatliche Rate hängt vor allem vom Zinssatz und der gewählten Tilgungsrate ab. Bei einem Zinssatz von 4 Prozent und einer Tilgung von 2,5 Prozent ergibt sich eine monatliche Rate von rund 2.167 Euro (400.000 Euro × 6,5 Prozent / 12 Monate). Mit einer höheren Tilgung steigt die Rate, sinkt die Tilgung, fällt sie entsprechend niedriger aus. Nutzen Sie Online-Rechner, um unterschiedliche Szenarien nach Ihren individuellen Bedürfnissen zu berechnen.

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